Studienfahrt nach Bad Reichenhall und Salzburg vom Do 26.04.18 bis So 29.04.18 (4 Tage)

Froh gelaunt starteten wir bei Nieselregen am Donnerstag mit zwei Bussen entlang des Bodensees Richtung München, Salzburg.

Nach einer Frühstückspause in Leutkirch auf dem Parkplatz einer Raststätte der AB fuhren wir weiter an den Chiemsee. In Prien bestiegen wir das Schiff zur Herreninsel. Nach der Mittagspause in der Schloss Wirtschaft hatten wir Zeit zur freien Verfügung. Viele nutzten die Gelegenheit Schloss Herrenchiemsee des Märchenkönigs Ludwig des II. und die Parkanlagen mit den herrlichen Blumenrabatten zu besichtigen. Weiter ging es nach Bad Reichenhall. Der Autobahnabschnitt vom Chiemsee nach Bad Reichenhall war mühselig. Es bildeten sich kilometerlange LKWs-Stau Richtung Salzburg. Doch gegen 18.00 Uhr erreichten wir unser Hotel in Bad Reichenhall und bezogen unsere Zimmer. Der Abend klang bei gemütlichem Beisammensein im Restaurant und in der Kutscherstube aus.

Nach dem ausgiebigen Frühstück fuhren wir nach Salzburg. Salzburg ist die Stadt der Erzbischöfe, des Barocks und der Kaffeehäuser. Mit unseren Gästeführern gingen wir zu Fuß durch die engen Gassen mit den historischen Gebäuden der Mozartstadt. 47 Kirchen stehen in Salzburg. Der imposante Dom mit fünf Orgeln und 900 Sitzplätzen ist eines der Markenzeichen der Stadt. Das Flair der Mozart- und Festspielstadt verzauberte uns. Hoch über der Stadt ragt die Festung Hohensalzburg auf dem Mönchsberg. Viele nutzten die Gelegenheit zu Fuß oder mit dem Schrägaufzug die Festungsanlage zu besichtigen oder einfach den herrlichen Ausblick bei strahlendem Sonnenschein zu genießen und die Seele baumeln zu lassen. Eine süße Versuchung der echten, handgemachten Mozartkugeln von Fürst rundete das Programm in Salzburg ab.

Am Samstag nach dem Frühstück holten uns unsere Gästeführer ab. Im Bus erzählten sie viel Wissenswertes über die Region. Ein weiterer Höhepunkt unserer Reise stand auf dem Programm. In Berchtesgaden besuchten wir das Salzbergwerk. Salz ist das weiße Gold und brachte Reichtum in die Region. Nach dem Anziehen eines Schutzanzuges gelangten wir mit der Grubenbahn und einer Rutsche in die Salzkathedrale. Lichteffekte setzten das Ganze in das richtige Licht. Mit einem Boot fuhren wir über den Salzsee, bevor uns die Grubenbahn wieder an das Tageslicht beförderte. Das war vielleicht eine Gaudi.

Nach der Einkaufsmöglichkeit im Salzshop fuhren wir weiter nach Schönau am Königssee. Mit dem Schiff fuhren wir nach St. Bartholomä. Auf halber Strecke hielt das Boot an. Der Kapitän spielte vor der Steilwand mit der Trompete und alle lauschten dem Echo mit der einzigartigen Akustik auf dem Königsee. In St. Bartholomä hatten wir wieder freie Verfügung. Im berühmten Kirchlein mit den zwei roten Zwiebeltürmen sangen wir gemeinsam ein Marienlied. Nach der Rückfahrt mit dem Boot ging es weiter mit den Bussen über die Rossfeld-Panorama-Straße. Auf dem Pass nutzten wir die Gelegenheit ein paar Schritte zu gehen und die herrliche Aussicht ins benachbarte Österreich und Salzburg zu genießen. Der Ausblick war einmalig und unvergesslich. Im Himmel kann es nicht schöner sein.

Auf der Rückfahrt nach Bad Reichenhall bestaunten wir bei Ramsau die Hindenburglinde. Der Baum ist über 30 m hoch, der Stammumfang liegt bei 14,75 m und die Baumkrone dieses Baumes hat einen Durchmesser von 35 m. Das Alter schätzt man zwischen 750 und 1000 Jahren.

Beim Abendessen ließen wir den wunderbaren Tag ausklingen. Einige spazierten noch durch den wunderschönen Kurgarten mit seinen prächtigen blühenden Blumenbeeten. Kurz besuchten wir die Wandelhalle. In unmittelbarer Nähe lag auch das Gradierwerk. Hier ist Reisig vom Schwarzdorn aufgestapelt und wird mit Sole berieselt. Müde kehrten wir ins Hotel zurück. Ein Abstecher in der Kutscherstube lag auf dem Weg Richtung Zimmer.

Leider mussten wir heute die Heimreise antreten. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge verabschiedeten wir uns von Bad Reichenhall. Nach einer kurzen Strecke auf der Autobahn fuhren wir auf Nebenstrecken durch das schöne Allgäu mit den saftigen grünen Wiesen. Die Natur blühte in vollen Zügen. In Kempten und Überlingen machten wir Pausen, bevor wir gut erholt, viele schöne Erlebnisse und Eindrücke im Gepäck, sicher in Donaueschingen ankamen.

Andrea Gut