Liebe Landfrauen, liebe Gäste auch ich darf Sie herzlich begrüßen.

 Dieses Jahr hatten wir alle mit der Trockenheit zu tun, wobei wir hier noch relativ glimpflich weggekommen sind. Diese Trockenheit kam aber einer Pflanze die sehr stressresistent ist entgegen. Das ist das Jakobskreuzkraut. Ich beobachte, dass sich das Jakobskreuzkraut in den letzten Jahren sehr stark ausbreitet. Es wächst besonders an Straßenböschungen, wo es früher mal ausgesät wurde, auf Unland, auf extensiven lückenhaft bewachsenen Flächen und wandert langsam auch ins Grünland und Weiden ein. Das Jakobskreuzkraut blüht ab Juni mit vielen kleinen gelben Blüten und wird bis zu einem Meter hoch. Problematisch ist, dass diese Pflanze einen Giftstoff enthält, der sich besonders bei Wiederkäuern, also Rinder und Pferden in der Leber anreichert und vom Körper nicht mehr abgebaut werden kann. Die Folge sind langsame Leberschäden und Vergiftungen bei den Tieren, die bis zu Tod führen können. Bei Weidehaltung meiden die Tiere die Pflanzen, weil sie Bitterstoffe enthalten. Die Bitterstoffe gehen aber bei der Heutrocknung und Silagebereitung verloren, die Giftstoffe aber nicht. Somit nehmen die Tiere die Pflanze mit den Giftstoffen bei der Winterfütterung auf. Auch sehe ich das Problem, dass das Heu oder die Silage nicht mehr verkauft werden kann, wenn sie mit Jakobskreuzkraut verunreinigt ist.

So ist es mir ein Anliegen auf dieses Thema aufmerksam zu machen und viele dafür zu sensibilisieren. Die Verantwortlichen des Landkreises, weil das Jakobskreuzkraut vorwiegend an vielen Böschungen den Landstraßen wächst. Die Vertreter der Gemeinden, da ist es auf Brachflächen od. sehr spät gemähten Flächen zu finden. Aber auch uns Landfrauen, dass wir unsere Männer darauf aufmerksam machen, ein Auge auf unser Grundstücke haben und die ersten Pflanzen entfernen. Man kann sie gut ausstechen oder ausreißen. Wichtig ist die Pflanze nicht auf der Fläche liegen zu lassen oder auf dem Kompost zu entsorgen, den die Samen reifen dort nach und fallen aus. Leider kann ich jetzt keine Pflanze mehr zeigen, aber im Internet gibt es sehr gute Bilder, damit man sie erkennen kann. Bitte helfen Sie alle mit, dass die explosionsartige Vermehrung der Pflanze nicht zum großen Problem unsere Landwirte wird.